Die Verfahrensweise im AuktionMaster:
Wo starte ich den Import?
Unter "Tools" > "Import / Export: Daten-Import" > "Daten-Import aus Datei" gibt es u.a. das Importformat "Amazon SC Fulfilment-Bestellungen". Sie importieren hier direkt die von Amazon exportierte Datei - Achtung, sie darf nicht verändert werden!
Sie wählen dann im Formular noch die Zahlart, mit der die Bestellungen angelegt und das Marktplatz-Konto, dem sie zugeordnet werden sollen. Danach klicken Sie auf "Importieren".
Wann und wie wird eine Bestellung angelegt?
Ob wir nun eine Bestellung anlegen oder nicht, hängt davon ab, welchen Status Amazon in der Datei vergibt. Steht in der Spalte "order-status" "Assigned", legen wir die Bestellung an. Ist dies nicht der Fall, ignorieren wir den Datensatz.
Die Bestellung wird sofort auf fakturiert, bezahlt und versendet gesetzt. Wir warten hier keine Meldung des Amazon-Lagers ab, dass eine Bestellung auch wirklich verschickt wurde. Das heißt auch, wir senden für diese Bestellungen kein "versendet"-Update an Amazon. Dies wird im AMZ-Händlerkonto durch Amazon gesetzt, wenn aus deren Lager versandt wurde.
Was passiert beim Import?
Für jede Zeile legen wir eine Position an. Basierend auf der Amazon-Bestell-ID fassen wir die Positionen in einer Bestellung zusammen - sprich 3 Zeilen mit derselben Bestell-ID sind dann eine Bestellung mit 3 Positionen (plus Versandposition). Versandkosten werden im Import nicht als extra Position ausgewiesen, sondern stehen in der Spalte "shipping-price". Wenn die Bestellung mehr als eine Position enthält, addieren wir die pro Position angegebenen Werte. Amazon splittet die VK auch pro Position, so dass hier Versandkosten nicht mehrfach berechnet werden.
Für den Wert aus der Spalte "SKU" suchen wir zuerst die passende Artikel-ID im Bestand. Finden wir nichts, suchen wir in dem Feld, welches im Marktplatzkonto als Freitextfeld für die SKU angegeben ist. Wenn wir wieder nichts finden, suchen wir nach der Artikelbezeichnung. Bleibt auch das erfolglos, finden Sie im Auftrag keinen Bezug zu einem Artikel.
Wenn wir einen Artikel zuordnen, sehen Sie zwar, um welche ID und Artikel-Nr. es sich handelt. Jedoch erfolgt keine Bestandsbuchung. Dies passiert, da wir davon ausgehen, dass der Bestand nicht unter Gesamtbestand geführt wird, sondern extern. Ein bei Amazon lagernder Artikel kann auch nicht über uns gelistet werden bzw. es kann nicht die Menge durch einen Einstellauftrag aktualisiert werden. Denn es besteht keine Verbindung zwischen dem Amazon-Lager und unserem System. Wir wissen also nicht, wie viel Stück wir für ein laufendes Angebot reservieren dürfen.
Hinweis/Tipp also:
Wenn Sie als Händler den Artikel auch noch auf anderen Marktplätzen anbieten und bei AuktionMaster den Bestand führen, wäre es am Besten, für die im Amazon-Lager liegenden Stück einen Mindestbestand zu hinterlegen. So stellen Sie sicher, nicht über Bestand zu verkaufen. Wenn Sie in einer eigenen Warenwirtschaft den Bestand separat führen und die Lagerverwaltung im AuktionMaster ausgestellt haben, ist dies nicht notwendig.
Es kann vorkommen, dass Sie eine Berichtsdatei einlesen und diese wird nicht vollständig eingelesen. Wenn als Ergebnis beim Import steht, dass Datensätze ignoriert wurden, dann kann es folgende Ursachen haben:
- Name ist falsch (Es gibt kein Leerzeichen zwischen Vor- und Nachnamen oder es ist eins der Namensfelder nicht gefüllt)
Lösung: Berichtsdatei im Editor öffnen, die Zeilen editieren und die Datei neu einlesen. Dubletten werden rausgefiltert.
- Im Feld Quantity steht 0 (Null), wenn der Bestellstatus "canceled" ist
Diese Bestellungen sind storniert worden und können ignoriert werden.
Aufträge, die im Bericht bei der Spalte "sales-channel" den Wert "non-amazon" haben, werden im Vorfeld beim Import rausgefiltert. Das sind Artikel, die Amazon FBA versendet hat und die nicht über Amazon verkauft wurden.